Skoliose – und was nun?
Nachdem der Arzt die Diagnose „Skoliose“ festgestellt und ein Behandlungskonzept erarbeitet hat (in diesem Fall eine Korsettversorgung), gibt es mit Sicherheit jede Menge Fragen, die man dem Arzt gern noch gestellt hätte.
Wer kann Dir Auskunft geben
Solange es sich um medizinische Fragen handelt, ist natürlich der Arzt zuständig. Alle anderen Dinge kannst du mit dem Orthopädietechniker, den du ja bald kennenlernen wirst, besprechen. In den meisten Fällen gibt der Arzt den Patienten einige Adressen von Orthopädietechnikern mit. Die so empfohlenen Techniker wissen meistens schon durch eine lange Zusammenarbeit mit dem Arzt, wie dieser die Korsette und die Wirbelsäulenkorrektur haben möchte. Das sichert Dir eine optimale Versorgung.
Was ist eine Skoliose
Eine Skoliose ist eine Verbiegung der Wirbelsäule. Wenn Du Dir Deinen Rücken ansiehst, indem Du Dich zwischen zwei große Spiegel stellst (einen Spiegel vor und einen hinter Dir), wirst Du erkennen, daß deine Wirbelsäule seitlich wie ein „S“ verbogen ist. Was Du nicht sehen kannst, ist eine Verdrehung der Wirbel gegeneinander.
Wie entsteht eine Skoliose
Etwa 30% aller Skoliosen haben eine bekannte Ursache, z.B. eine Wirbelfehlbildung, neurologische Ursachen (vom Nervensystem fehlgesteuerte Wachstumsinformationen), eine Wirbelfraktur oder Tumore. Die anderen 70% der Skoliosen sind von ihrer Entstehung unbekannt. Diese bezeichnet man als idiopatische Skoliosen.
Warum ein Korsett
Als Korsettversorgung wird in den meisten Fällen die Versorgung mit einem Cheneaukorsett gewählt. Das Chenaukorsett hat sich über einen langen Zeitraum entwickelt. Es ist in der Lage, die Wirbelsäulenverbiegung und die Wirbelverdrehungen gleichzeitig zu korrigieren.