Stützen – unterstützen – fixieren – stabilisieren
Der Begriff Orthese ist im Grunde ein Kurzwort aus orthopädisch und Prothese. Während es aber bei einer Prothese um den Ersatz eines Körperteils geht, sollen Orthesen und Bandagen vorhandene Körperfunktionen unterstützen und – falls erforderlich – korrigieren. Der Übergang von einer Bandage über eine Orthese zu einer Prothese kann fließend sein.
So kommt z.B. das Ausgleichen einer Beinlängendifferenz schon dem Ersatz eines fehlenden Teiles einer Gliedmaße gleich und damit der Prothetik sehr nahe.
Und ist eine Bandage dann eine Bandage, wenn sie „nur“ stabilisiert und eine Orthese, wenn sie zusätzlich z.B. vor dem Umknicken schützt?
Oder ist eine Bandage nicht grundsätzlich auch eine Orthese? Schließlich soll auch sie ja stützen, unterstützen, fixieren.
Wie dem auch sei, darüber kann man lange philosophieren. Tatsache ist, der Bereich der Orthesen umfasst ebenso den Schutz durch weiche, elastische Stoffe (wie bei Bandagen üblich), wie auch den Schutz und die Unterstützung mit Hilfe fester Stoffe aus Kunststoffen oder Metall (Schienen, Nachtschienen, Korsette und vieles andere mehr). Und von der Funktion her reicht die Bandbreite vom reinen Schutz über stützen, unterstützen, fixieren bis hin zur Korrektur von Fehlstellungen oder gar der Korrektur der Fehlstatik der Wirbelsäule (dazu haben wir unter dem Punkt „Korsette“ einiges ausgeführt).
Die Vielzahl möglicher Bandagen beschreiben oder auch nur aufzählen zu wollen, käme dem Versuch gleich, den Inhalt eines Versandhauskataloges mit einigen wenigen Worten darzustellen. Es gibt hunderte, ja tausende sehr unterschiedliche Bandagen – und jede einzelne hat eine oder mehrere ganz bestimmte Funktionen und ist auf einen bestimmten Körperteil abgestimmt.
Ob die Bandage nun schützen, stützen, unterstützen, fixieren oder stabilisieren soll, hängt von vielen Faktoren ab: Ist etwa ein Gelenk oder die Muskulatur geschwächt? Muss ein Körperteil ruhig gestellt werden um die körpereigenen Heil- oder Regenerationskräfte zu unterstützen? Sollen bestimmte Bewegungen eingeschränkt oder gar verhindert werden?
All das ist möglich – aber auch hier gilt wie in vielen anderen Bereichen: überlassen Sie es lieber den Fachleuten, Sie zu therapieren.
An erster Stelle steht natürlich Ihr Arzt, denn er stellt die Diagnose und weiß, wie Sie behandelt werden müssen.
Und dann kommt auch schon unser Team: zusammen mit Ihrem Arzt finden wir aus einer Vielzahl von Bandagen die Richtige heraus. Die gängigen Bandagen haben wir lagermäßig vorrätig, auch in unterschiedlichen Größen und – wenn es denn möglich ist – in unterschiedlichen Formen und Farben. Wir legen die Bandage zusammen mit Ihnen an und erklären dabei die Funktion und alles, was sonst noch wichtig ist:
- Was ist bezüglich der Hygiene zu beachten?
- Kann man eine Bandage auch falsch anlegen? (... man kann!)
- Wie lange muss ich die Bandage tragen und unter welchen Umständen kann ich darauf verzichten?
- Was mache ich, wenn ich Probleme habe (Druckstellen, Schmerzen oder ähnliches)?
... und vieles andere mehr.
Unser Team ist kompetent und nimmt sich Zeit für Sie.
Orthesen und Einlagen nach einer Entwicklung der amerikanischen Physiotherapeutin Nancy Hylton.
Diese Orthesen finden hauptsächlich Verwendung bei der Behandlung von Patienten mit zerebralen Bewegungsstörungen (ICP). Darüber hinaus bietet sich aber ein größeres Einsatzgebiet.
Hauptunterschied zur herkömmlichen, starren Fußschiene ist die flexible Gestaltung dieser knöchelübergreifenden Orthese aus dünnwandigem Polypropylen und einer individuell angefertigten Fußplatte.
Beschreibung Federorthesen
Beschreibung Zweischalige Innenschuhe
Bei dieser Weichbettung handelt es sich um eine Polsterschicht, die vom Fersenbereich der Einlage bis zum Ende der standardmäßigen ca. 3/4langen Einlage, also bis unterhalb der Mittelfußgelenkköpfchen reicht. Die Polsterschicht wird oberhalb der Einlagenversteifung angebracht. Sie dient der gezielten Schwielenentlastung bzw. der Weichpolsterung am Fuß.
Dorsalgeführte Unterschenkel-Orthesen
Oberschenkel-Orthesen
Die Nachtschiene ist eine Orthese bestehend aus Schienen und Schellen und einem Fußteil. Es gibt sie mit und ohne Gelenk bzw. Gelenkhebel. An diesem Gelenkhebel befindet sich ein Lederriemen. Letztere kommt bereits bei schwereren Fehlstellungen des Kniegelenkes zum Einsatz. Nach dem Dreikräfteprinzip sollen so bei Kleinkindern Fehlstellungen der Kniegelenke korrigiert werden. In diesem Alter besteht die größte Erfolgsaussicht auf die Korrektur solcher Fehlstellungen, weil die Gelenke noch nicht völlig gefestigt sind. Im späteren Kinder- und Jugendalter kommen sie in der Regel nicht mehr zum Einsatz, weil die Gelenke in dem Maße gefestigt sind, womit ihr Einsatz kaum noch Erfolgsaussichten hat. Neben dem Dreikräfteprinzip nutzt man hier das Wachstum selbst zur Korrektur der Fehlstellungen. Meistens werden so O-Bein oder X-Bein behandelt. Auch abnormale Drehungen des Beines lassen sich so behandeln. Manche Nachtschienen sind schalenförming und erfassen das gesamte Bein. Hierbei verwendet man Kunststoffe. Für diese Orthese müssen zuvor an dem Gipsmodell die Be- und Entlastungspunkte besonders herausgearbeitet werden.
Schaumstoff-Spreitzlagerungen
Rumpf-, Becken- und Beinlagerungen aus Schaum oder Kunststoff
Unterarm-, Mittelhand Walklederhülsen
Die volare Lagerungsschiene unterstützt den distalen Unterarm, das Handgelenk sowie die Hand. Sie wird aus thermoplastischem Material nach den genauen Maßen des Patienten angefertigt. Dabei werden nicht ausgleichbare Fehlstellungen übernommen, korrigierbare Fehlstellungen unter Berücksichtigung der Schmerzgrenze ausgeglichen.